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  Geschichte der Kolpingsfamilie Twistringen

Gründungsurkunde_klein

Die Kolpingsfamilie Twistringen blickt auf eine über 116jährige Geschichte zurück. In der folgenden Tabelle finden Sie einige wichtige Meilensteine und Begebenheiten, die die Kolpingsfamilie zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Sie ist eine aktive Gemeinschaft mit Tradition, die sich aber auch den heutigen Anforderungen der Kirche, der Gesellschaft und der Politik stellt.

1890

Am 18. Mai 1890 wurde in Twistringen der Gesellenverein von 7 Handwerksgesellen gegründet. Gründungsort war eine Backstube einer ortsansässigen Bäckerei. Vikar Ganseforth wurde der erste Präses und geistige Vater des Katholischen Gesellenvereins.
Die Versammlungsabende wurden weiterhin bis zum Schluss des Jahres 1890 in der warmen Backstube abgehalten.

1891 - 1896

Die Mitgliederzahl wuchs stetig. Die Backstube wurde zu klein und man wählte einen neuen Versammlungsraum in einer Gaststätte aus. In den ersten Jahren seines Bestehens hat der Katholische Gesellenverein Twistringen den Gesangverein Liedertafel , den Kegelclub und den Pfeifenclub aus seinen Reihen gebildet, um das gesellige Leben unter den Vereinsmitgliedern zu fördern.

1897

Der Gedanke, ein eigenes Haus zu besitzen, wurde unter den Mitgliedern des Gesellen- Vereins erwogen. Nach viel Mühe und Arbeit war es am 5. Mai 1897 soweit, der Kauf des Hauses an der Bahnhofstraße war perfekt. Im November 1897 wurde das Twistringer Gesellenhaus erstmalig von seinen Gesellen bezogen.

1899

Es fand die erste Verlosung statt.
Für die Weiterbildung der Gesellen hatte man eine Fortbildungsschule mit 33 Gesellen und 22 Lehrlingen eingerichtet.

1900 - 1919

1914 brach der ersten Weltkrieg aus und brachte das Vereinsleben fast zum erliegen. Die Mitgliederzahl sank bis auf wenige im Jahre 1918. Das 25-jährige Jubiläum 1915 ging in den Wirren des ersten Weltkrieges unter.. Nach dem verlorenen Krieg musste das Vereins leben vollkommen neu aufgebaut werden.
1919 wurde der erste Meisterkurs wieder abgehalten.

1926

Am 2.2.1926 fand der erste Gesellenball statt. Das Datum wurde gewählt, weil es in der Woche vor Vollmond war, damit die Gesellen im Hellen nach Hause kamen.

1928

1928 wurde vom kath. Gesellenverein die DJK - Deutsche Jugendkraft - gegründet. Vier Jahre später wurde der Sportplatz der DJK eingeweiht. Viele sportliche Erfolge konnte die Jugendkraft in dieser Zeit verbuchen.

1932

Es wurde die gemischte Handwerks-Innung vorzugsweise vom Kath. Gesellenverein gebildet. Alle Prüflingen aus dem Kreis Syke mußten hier die Gesellenprüfung ablegen..
Diese Fachabteilungen haben sich in den Jahren der Arbeitslosigkeit bewährt. Mancher junge Geselle, der es verstanden hat, diese Zeit nutzbringend auszuwerten, hat hier im wahrsten Sinne des Wortes sich selbst sein Glück geschmiedet.

1937 - 1945

Seit 1937 /38 wurde das Vereinsleben durch die NSDAP auch in Twistringen sehr gestört. Der Kath. Gesellenverein blieb aber, was er war. Das Vereinsleben ging, wenn auch mehr im Stillen, in alter Weise voran. Bei Beginn des zweiten Weltkkrieges war das Vereinsleben durch den Abzug der Gesellen zum Militär fast erledigt. Dank der Initiative unseres Präses und der in Twistringen verbliebenen und der in Urlaub kommenden Gesellen war es aber möglich, dass jeden Montagabend die anwesenden Gesellen im Gesellenhaus zusammenkamen. Kaplan und Präses Rakel hielt von Zeit zu Zeit auch einen religiösen Vortrag. Kam dann einer von den Nazis, wurde vorsorglich Kartengespielt. Auch unser 50jähriges Jubiläum ging in der Wirren des zweiten Weltkrieges unter.

1945 - 1949

Im August /September 1945, nachdem das Ausgangsverbot der Alliierten etwas gelockert war, begann auch wieder das Vereinsleben der Kolpingsfamilie Twistringen. Dem ersten Aufruf zur Wiederteilnahme folgten 26 alte Mitglieder. Die Zahl der Mitglieder stieg zum 60jährigen Stiftungsfest auf 250

1950

Das 60jährige Stiftungsfest am 18.05.1950 war die erste größere Feier nach dem 2. Weltkrieg der Kolpingsfamilie Twistringen. In der Festansprache ging Dechant Dr. Freericks besonders auf die damalige TASS-Meldung ein, die besagt, dass angeblich alle deutschen Kriegsgefangenen entlassen worden seien. In flammenden Worten protestierte Dr. Freericks gegen das Verhalten der Sowjets und forderte: “Steht Rede und Antwort! Leben noch Gefangene. dann schickt sie zurück, sind sie gestorben, dann sagt es uns.” Durch erheben von den Plätzen stimmte die Versammlung geschlossen in den Protest ein.
In der Syker Zeitung vom 20.05.1950 wurde dieser Protest besonders hervorgehoben und erwähnt lt. Artikel der Kreiszeitung “ Es ist das erste Mal, dass in unserem Kreis eine große Versammlung geschlossen aufstand zu einer Demonstration für das Recht der Menschlichkeit.”

Der bisherige Kirchhofsweg heißt ab sofort Kolpingstraße

1951 - 1960

Zum ersten Mal wurde 1954 die Diözesanversammlung der Kolpingsfamilien des Bistums Osnabrück in Twistringen abgehalten. Aus der ganzen Diözese waren ca. 300 Senioren und Vorstandsmitglieder der einzelnen Kolpingsfamilien nach Twistringen geeilt um hier eine Laienführertagung über das Thema “Näher an Kolping heran! Tiefer aus Kolping heraus ! zu diskutieren. Alle Kolpingsbrüder wurden in Privatquartiere untergebracht.
Im Februar 1954 wurde eine gut besuchte Handwerker - Ausstellung durchgeführt. In 19 verschiedenen Berufen warteten 28 Aussteller -Lehrlinge, Gesellen und Meister - mit wunderschönen und präzisen Arbeiten auf.
Das 70jährige Stiftungsfest wurde am 15 Mai 1960 in der neuen Turnhalle der katholischen Volksschule gefeiert. 14 Kolpingsfamilien entsandten zu diesem Feiertag ein Bannerabordnung.

1968

Erstmals wurden die Altenheimbewohner zu einer Spazierfahrt mit dem Auto in die nähere Umgebung eingeladen.

1970

In enger Zusammenarbeit mit dem Volksbildungswerk wurden erstmals Seminare durchgeführt. Es kamen z.B. Themenbereiche wie Schul- und Erziehungsfragen, Verhältnis zwischen Staat und Kirche, Entwicklungshilfe usw. zur Diskussion.

1971

1970 wurde der Vorschlag gemacht, die bisherige Karnevalsveranstaltung der Kolpingsfamilien einem größeren Rahmen zu gestalten, Dies war die Geburtsstunde des “Karneval der Vereine”. Die erste größere Veranstaltung fand am 20.02.1971 satt. Insgesamt vier Vereine traten als Initiatoren auf. Im laufe der Jahre kamen noch viele hinzu.

1972

Der Neubau des Pfarrzentrums mit Kolpinghaus wurde geplant. Das bisherige Kolpinghaus an der Kolpingstr. wurde verkauft.

1973

Die ersten Kolpingsschwestern wurden in der Kolpingsfamilie Twistringen aufgenommen.

1975

Erste Radwallfahrt initiiert von Präses Arnold Loch, die immerhin bis heute noch durchgeführt wurde. An der ersten Fahrt nach Harpstedt nahmen 80 Personen zwischen 7 und 70 Jahren teil. Bei der zweiten Fahrt nach Barnstorf waren es schon 160 Personen, bis wir im Laufe der Zeit bis zu 320 Teilnehmer ermitteln konnten. Wie alles im Leben, nahm die Teilnehmerzahl aber auch wieder ab. An der letzten Fahrt beteiligten sich noch ca. 40 Personen. Immerhin hat sich diese Veranstaltung bis 2008, also über 30 Jahre großer Beliebtheit erfreut.

1976

Richtfest und Grundsteinlegung für das neue Pfarrzentrum.
Da Eigenarbeiten möglich waren und Kolping auch einen Teil zur Finanzierung beitragen musste, standen die Jahre 1974/75 unter dem Motto “Arbeitseinsatz beim Pfarrzentrum”. Die Kolpingsfamilie hat einen Eigenleistungsanteil von ca. 30. 000 DM erbracht.
Die erste Pfarrkirmes rund um das Pfarrzentrum findet statt.

1976

Das Pfarrzentrum ist fertiggestellt. Mit einem Festhochamt wurde es im Mai seiner Bestimmung übergeben.

1980

90jähriges Jubiläum der Kolpingsfamilie Twistringen

1981

Vikar Karl-Heinz Menke regt an, eine Jungkolpinggruppe zu gründen. Es herrschte reges Interesse. Im Juni 1981 werden in einer eigens für die Jungkolpinggruppe gestalteten Messe 30 neue Mitglieder in die Kolpingsfamilie aufgenommen.

1986

Die Kolpingsfamilie beteiligt sich erstmals an der Altkleidersammlung des Bezirks Unterweser.

1988

Erstmalig wird im September 1988 ein gemeinsames Zeltlager in Twistringen ausgerichtet. Jungkolpinger aus den umliegenden Gemeinden schlagen beim Pfarrzentrum ihre Zelte auf, um ein gemeinsames Wochenende zu verbringen.

1989

Die Jungkolpinger setzten sich intensiv mit dem Alltag und den Problemen in der DDR auseinander. Es werden Kontakte zu einer Kolpingsfamilie in Rostock geknüpft. Im Oktober fährt eine Gruppe von 12 Jugendlichen nach Rostock. Es wird rege und sehr inhaltsreich diskutiert, aber keiner glaubt, dass sich schon fünf Wochen später die Mauer friedlich öffnen würde.

27.10.1991

Reise nach Rom (Seligsprechung von Adolf Kolping)
Über 10 Tage machten sich 50 Mitglieder auf nach Rom, um die Feierlichkeiten und die Stadt zu erleben. Bei der Seligsprechungsmesse hatten wir mit die besten Plätze. Wir waren nur etwa 100 Meter vom Altar entfernt. Es war ein echtes Erlebnis, dass der Papst bei seiner Audienz mit dem Papa-Mobil fast zum Anfassen an uns vorbei fuhr.

April/Mai 1997

Reise nach Lourdes:
Mit zwei Bussen fuhren wir unter geistlicher Leitung unseres damaligen Präses, Robert Wagner, nach Lourdes. Ein Ausflug führte uns in die Pyrenäen, wo wir unter freiem Himmel eine Hl. Messe feierten, nachdem wir mit unseren Bannern eine Prozession zu einer Waldkapelle machten und damit bei der Bevölkerung natürlich Aufsehen erregten.

Folgejahre

Durch die Reise nach Rom und Lourdes animiert, wurden weitere Fahrten insbesondere auch mit Fahrrad wie z. B. Spreewald (zweimal), Donautour Passau – Wien (zweimal), Plau am See (Müritz), und zuletzt eine Moseltour von Trier bis Beilstein angeboten. Die Fahrten waren immer sehr schnell ausgebucht.

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Junge Familien

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Unsere Gruppe
“Junge Familien”
 
stellt sich vor.

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Rund um Twistringen

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Von April bis Oktober startet   an jedem ersten
Dienstag im Monat
unsere Radtour.
Treffpunkt ist  um 15.00 Uhr am Pfarrzentrum.

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Bilder und Berichte

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Hier findet Ihr Bilder und Berichte  aus vergangenen Veranstaltungen.
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